Architektur. Musik. Kunst.

PHIL

Manchmal beginnt Kunst nicht an einer Wand.

Sondern mit einem Gebäude.

Ein begehbares Gesamtkunstwerk gegenüber der Philharmonie Essen.

Gegenüber der Philharmonie Essen erhebt sich das Wohnhochhaus PHIL – ein Gebäude mit 18 Etagen, 65 Wohnungen und einer besonderen Geschichte. Bereits sein Name verweist auf seinen außergewöhnlichen Standort. Die Philharmonie wurde zum ideellen Paten dieses Hauses und bildete den Ausgangspunkt für ein künstlerisches Gesamtkonzept, das Architektur, Musik und bildende Kunst miteinander verbindet.

Was hier entstanden ist, ist weit mehr als eine klassische Kunst-am-Bau-Installation.

PHIL wurde als begehbares Gesamtkunstwerk konzipiert.

Jede Etage erzählt ihre eigene Geschichte. Jeder Raum besitzt seine eigene Atmosphäre. Jeder Weg durch das Gebäude wird zu einer Reise durch die Geschichte der Musik.

20 Etagen | 20 Portrais

Die Musik zieht ein

Bereits beim Betreten des großzügigen Foyers beginnt diese Reise.

 

Auf einer monumentalen Wand begegnen den Besuchern zwanzig Persönlichkeiten, deren Werke die Musikgeschichte bis heute prägen.

Von Josephine Baker über Nana Mouskouri, Bette Davis, Montserrat Caballé, Louis Armstrong, Édith Piaf, Giuseppe Verdi, Amy Winehouse, Elvis Presley, Marilyn Monroe, Giacomo Puccini, Clara Schumann, Frank Sinatra, Marlene Dietrich, John Lennon, Whitney Houston bis hin zu Udo Jürgens.

In der Unterebene ergänzen Wolfgang Amadeus Mozart, Luciano Pavarotti und Freddie Mercury diese musikalische Galerie.

Jedes Portrait ist zugleich einem Stockwerk des Hauses zugeordnet und wird damit zum Paten einer ganzen Etage.

Wenn Licht zu Musik wird

Über den Portraits verlaufen fünf schwarze Lichtschienen quer durch den Raum.

Sie übernehmen nicht nur die Beleuchtung der Kunstwerke.

Sie werden selbst zum Kunstwerk.

Die parallel angeordneten Lichtlinien erinnern an ein Notensystem, aus dem die Musik scheinbar den Raum verlässt und sich über die gesamte Architektur ausbreitet.

Im Zentrum schwebt ein überdimensionaler Violinschlüssel.

Er bildet den visuellen Mittelpunkt des gesamten Konzeptes und macht bereits nach wenigen Sekunden deutlich, dass dieses Gebäude Musik nicht lediglich zeigt – sondern sie erzählt.

 

Die Komposition setzt sich fort

Auf der gegenüberliegenden Wand greift ein großformatiges Gemälde die fünf Lichtlinien wieder auf.

Sie fließen in eine abstrakte Bildkomposition, die das Prinzip moderner digitaler Musikproduktion interpretiert.

Geometrische Farbflächen stehen für einzelne Klangspuren einer Musiksoftware.

Wie Instrumente innerhalb einer digitalen Komposition entwickeln sich die Formen entlang einer imaginären Zeitachse.

Die Brief- und Paketanlage des Hauses wird dabei bewusst in das Kunstwerk integriert und verliert ihre rein funktionale Bedeutung.

Sie wird Teil der Komposition.

Architektur und Alltagsgegenstand verschmelzen zu einer gemeinsamen Bildsprache.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

60m

Zwischen Himmel und Gezeiten

Hinter den großen Glastüren öffnet sich der Aufzugbereich.

Ein sechs Meter hoher Raum bildet den Übergang zwischen Erdgeschoss und den darüberliegenden Welten.

Hier befindet sich das eigens für PHIL entwickelte kinetische Kunstobjekt

„Die Sonne spricht zu uns mit Licht“ (2022).

Mit einer Größe von 3,20 × 4,24 Metern und einer Höhe von 1,70 Metern scheint das Werk frei im Raum zu schweben.

Drei überlagerte Segel aus einem speziell entwickelten Glasfasergewebe erfüllen höchste Brandschutzanforderungen (DIN EN 13501-1, Klasse A1) und erinnern an die Segel eines Schiffes, das sich langsam über das Meer bewegt.

Wer darunter steht, blickt automatisch nach oben.

Die Segel nehmen dem Raum seine starre Geometrie.

Sie erzeugen Bewegung.Ruhe.Weite.

Auf ihnen finden sich Koordinaten, Höhenangaben und Schriftfragmente, die den Ort des Gebäudes ebenso dokumentieren wie seinen Bezug zur Welt.

Über den Segeln verbirgt sich eine Lichtinstallation mit mehr als 800 LEDs.

Sie erzählt keinen festen Ablauf.

Sie erzählt den Rhythmus der Gezeiten.

Das erste Licht eines Morgens.

Das kalte Blau eines wolkenlosen Himmels.

Das warme Gold eines Sonnenuntergangs.

Das langsame Aufziehen dunkler Gewitterfronten.

Das kurze Aufleuchten von Blitzen über einer rauen See.

Licht wird hier zu Atmosphäre.

Zu Zeit.

Zu Erinnerung.

Begleitet wird diese Choreografie von einer eigens produzierten Klanglandschaft.

Leises Wasser schlägt gegen den Bug.

Eine sanfte Brise streicht über das Deck.

Möwen verschwinden in der Ferne.

Dann wächst der Wind.

Das Meer wird unruhig.

Donner rollt.

Blitze zerreißen die Stille.

Vier Lautsprecher verteilen diese Klangwelt räumlich im gesamten Aufzugbereich.

Für wenige Augenblicke verschwindet das Gefühl, sich in einem Wohnhaus zu befinden.

Stattdessen entsteht der Eindruck, mitten auf einem Segelschiff zu stehen.

Zwischen Licht, Wind und Gezeiten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

20 Etagen | 20 Portrais

Jede Etage erzählt ihre eigene Geschichte

Mit dem Aufzug beginnt die eigentliche Reise durch PHIL. 

Jede Etage besitzt ihre eigene Farbwelt. Ihr eigenes Licht. Ihre eigene Identität.

Bereits die Glastüren empfangen Besucher mit einem großformatigen Portrait des jeweiligen Musikers.

Die Namen wurden in handschriftlicher Typografie direkt auf die Glasflächen übertragen und verbinden Orientierung mit künstlerischer Gestaltung.

Hinter jeder Tür eröffnet sich eine eigene Welt.

Die ausgestellten Werke erzählen die Lebensgeschichte des jeweiligen Künstlers.

Sie verbinden Malerei, Zeichnung, Collage und Fotografie mit Notenblättern, Handschriften, Plattencovern, Konzertmomenten sowie historischen Dokumenten.

Familie, Wegbegleiter und prägende Lebensstationen werden Teil einer vielschichtigen Bildsprache.

Jede Etage erhält dadurch ihren unverwechselbaren Charakter.

Die Bewohner betreten nicht einfach einen Flur.

Sie betreten die Welt von Édith Piaf, Elvis Presley, Clara Schumann oder die Welt von Whitney Houston.

Licht als unsichtbarer Kurator

Ein eigens entwickeltes Lichtkonzept begleitet sämtliche Etagen.

Sensoren aktivieren beim Betreten automatisch die Beleuchtung und setzen jedes einzelne Werk gezielt in Szene.

Licht wird zum unsichtbaren Kurator.

Es führt den Blick, schafft Orientierung und verändert die Atmosphäre des Raumes.

Gleichzeitig sorgen speziell integrierte Schallabsorber dafür, dass Gespräche und Schrittgeräusche absorbiert werden.

Ruhe und Privatsphäre der Bewohner bleiben erhalten, während Besucher die Kunst in einer angenehmen akustischen Umgebung erleben.


Ein Wohnhaus wird zur kulturellen Adresse

PHIL zeigt, welche Möglichkeiten entstehen, wenn Architektur, Kunst, Licht, Klang und Musik nicht nebeneinander existieren, sondern als gemeinsames Konzept gedacht werden.

Das Gebäude wird dadurch weit mehr als ein Ort zum Wohnen.

Es wird zu einem kulturellen Erlebnisraum.

Zu einer Hommage an die großen Persönlichkeiten der Musikgeschichte.

Und zu einem Beispiel dafür, wie Kunst den Alltag dauerhaft verändern kann.

Gegenüber der Philharmonie Essen ist ein Gebäude entstanden, das seinen Namen nicht nur trägt.

Es lebt ihn.

Die gestohlenen Portraits

In der Nacht vom 19. auf den 20. August wurde das Kunstprojekt PHIL Ziel eines Einbruchdiebstahls.

Die Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt zum Gebäude, indem sie die Eingangstür aufhebelten. Anschließend wurden sieben der ausgestellten Portraits mit erheblicher Gewalt aus ihren Verankerungen gelöst und entwendet.

Jedes Werk war auf einem speziell angefertigten Rahmen mit Museumsglas montiert und durch ein professionelles Rahmenschloss sowie Spezialbefestigungen dauerhaft an der Wand installiert. Um die Bilder zu entfernen, mussten die Täter massiven Kraftaufwand einsetzen und erhebliche Beschädigungen in Kauf nehmen.

Gestohlen wurden die Portraits von:

  • Josephine Baker
  • Bette Davis
  • Louis Armstrong
  • Giuseppe Verdi
  • Amy Winehouse
  • Elvis Presley
  • Freddie Mercury

Bis heute fehlt von den Werken und den Tätern jede Spur.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Diebstahls oder zur Ergreifung der Täter beziehungsweise zur Wiederbeschaffung der Originalwerke führen, ist eine

Belohnung von 5.000 Euro

ausgesetzt.

Jeder noch so kleine Hinweis kann von Bedeutung sein und wird selbstverständlich vertraulich behandelt.


Das Projekt lebt weiter

Der Diebstahl hinterließ eine schmerzliche Lücke innerhalb des Gesamtkonzepts von PHIL.

Damit die Besucherinnen und Besucher das Projekt dennoch in seiner vollständigen Form erleben können, wurden die fehlenden Portraits inzwischen ersetzt.

Bewusst entstanden dabei keine Kopien der gestohlenen Originale.

Stattdessen wurden die sieben Künstlerinnen und Künstler neu interpretiert. Die heutigen Werke greifen ihre Persönlichkeiten auf, erzählen ihre Geschichten jedoch aus einer anderen künstlerischen Perspektive und sind damit eigenständige Arbeiten innerhalb des Projekts.

Die gestohlenen Originale bleiben dennoch ein bedeutender Bestandteil der Geschichte von PHIL.

Die gestohlenen Originalwerke

Die folgenden sieben Portraits wurden in der Nacht vom 19. auf den 20. August aus dem Kunstprojekt PHIL entwendet. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Diebstahls oder zur Wiederbeschaffung der Werke führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Vertrag widerrufen